Kinder und Tiere

Wir finden, Sie sollten etwas mehr über uns wissen: Wir sind stolze Eltern von fünf Kindern im Alter von 16, 19, 23, 26 und 28 Jahren. Unsere Kinder sind von Geburt an mit den unterschiedlichsten Vierbeinern aufgewachsen: Hunde und Katzen, Pferde und Hasen, auch

Hamster waren immer mal wieder dabei!

bist Du schon Müde zwei Kuscheltiere zum schlafen

Tiere sind für uns etwas Wunderbares. Auch ich hatte, wie unsere Kinder heute, schon das Glück, von klein an mit ihnen aufwachsen zu dürfen - genau wie mein Mann Werner, der überdies auch mit größeren Vierbeinern zu tun hatte, da seine Eltern Landwirtschaft betrieben.

Dennoch: Jedes Tier - egal ob Hund, Katze, oder Vogel - macht Arbeit, und das nicht nur vier Wochen sondern ein Leben lang! Ich kenne kaum ein Kind, das nicht schon den Wunsch geäußert hat, ein eigenes Haustier zu bekommen - nicht selten sogar ein eigenes Pony, besonders bei den Mädels. Nicht jeder Wunsch allerdings lässt sich auch sinnvoll in die Tat umsetzen. Viele Familien sind zum Beispiel an Mietverträge gebunden, die die Haltung von Tieren untersagen. Bei anderen lässt es die finanzielle Lage einfach nicht zu, Haustiere zu halten. Auch Allergien spielen heute leider eine immer größere Rolle.

 

So eine Zunge ist doch was Tolles

vertrau mir das macht Spaß !!!

Es gibt aber auch Fälle, in denen die Eltern selbst noch nie einen Bezug zu Tieren hatten, etwa weil

sie schon in der Kindheit keine Tiere halten durften. Mit der Zeit ist der Wunsch oft der Enttäuschung gewichen oder sogar in das Gegenteil umgeschlagen! Viele Kinder bekommen dann von ihren Eltern so etwas zu hören wie „Tiere riechen, sind schmutzig, kosten viel Geld, machen krank und bescheren viel Arbeit!" Wenn Kinder das oft genug zu hören bekommen, prägt sich das mit der Zeit ein und führt leider häufig dazu, dass sie dann als Erwachsene von dieser Ansicht überzeugt sind…

Dabei ist doch ganz klar: Tiere sind unsere ständigen Begleiter im Alltag! Kaum einer von Ihnen wird viele Tage erleben, an denen Ihnen kein Tier über den Weg läuft!

Ich bin deshalb der Meinung, dass es ganz wichtig ist, unseren Kindern die Möglichkeit zu geben, Tiere kennen-, akzeptieren, und dann vielleicht auch lieben zu lernen! Kinder, die von klein an mit Tieren aufwachsen und richtig lernen, mit ihnen umzugehen, haben einen ganz anderen Bezug zu ihnen. Fehlverhalten gegenüber Tieren resultiert dagegen oft aus Unwissenheit und Angst!

Hier eine kleine Geschichte dazu, die ich mit unserer Aussie-Hündin Singa erlebt habe: Ich stand mit Singa und unseren Kindern Anja und Peter im Schuhgeschäft an der Kasse und sah, wie ein kleines Mädchen, zirka 15 Monate alt, mit einem strahlenden Gesicht auf Singa zusteuerte. Ich hockte mich neben die Hündin, um sie genau beobachten zu können und mit ihr gemeinsam das Kind zu begrüßen.

(Anmerkung: Singa ist zwar von Geburt an mit kleinen Kindern aufgewachsen, dennoch würde ich sie nie aus den Augen lassen und sagen: „Der macht nichts, da kann nichts passieren." Wenn ich so etwas höre, dann geht mir, frei heraus gesagt, der Hut hoch! Denn ein Tier ist und wird nie zu 100 Prozent berechenbar sein.)

Das kleine Mädchen war ungefähr zwei Meter von uns beiden entfernt, lachte fröhlich und freute sich sichtlich, den Hund anfassen zu dürfen, als plötzlich die Mutter des Kindes angelaufen kam, die Kleine von hinten griff und mit einem Schrei wegriss: „Um Gottes Willen, komm weg da, das ist ein Riesenhund, der ist gefährlich!" Das Kind fing vor Schreck an zu schreien - Singa aber war irritiert und hätte mit Sicherheit die Mutter gestellt, wenn ich nicht bei der Hündin gewesen wäre und sie beruhigt hätte. Die Hündin hatte Angst um das Kind und dachte, die Frau würde der Kleinen etwas tun. Dem Mädchen dagegen wäre in diesem Fall nichts passiert!

Wer hatte hier Angst vor dem großen Hund? Wer hat sich hier völlig falsch verhalten? Und wie wäre es hier mit der Aussage gewesen: "Mein Hund macht nichts!"? War die Situation vorauszusehen?

Dies war so ein typischer Fall von Unwissenheit und Angst eines Erwachsenen, der dieses Verhalten unbewusst auf sein Kind übertragen und sich damit selber in Gefahr gebracht hat, ohne es zu wissen.

Solche oder ähnliche Situationen passieren fast täglich überall dort, wo Mensch und Tier aufeinandertreffen. Und nicht immer geht die Begegnung so glimpflich aus wie in unserem Fall!

 

 ich hab Dich zum fressen gerne  Zwei, die sich verstehen!

Schön wäre es also, wenn Sie es Ihrem Kind ermöglichen könnten, mit einem Tier aufzuwachsen! Was das für ein Artgenosse sein soll, müssen Sie mit Ihrem Kind und der dazugehörigen Familie gemeinsam entscheiden.

Und falls es ein Aussie sein soll, freuen wir uns darauf, von Ihnen zu hören und Sie persönlich kennenzulernen!